Amazon FBA Bestandsmanagement heißt, deinen Amazon FBA Bestand, also deine Ware in Amazons Logistikzentren, so zu steuern, dass er die Nachfrage deckt, ohne dein Kapazitätslimit zu sprengen oder Lageraufschläge auszulösen. Amazon empfiehlt Bestand für 30 bis 60 Tage erwarteter Verkäufe und wertet Vorrat für mehr als 90 Tage als Überbestand (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/G202174810). Der Lagerbestandsindex, englisch Inventory Performance Index (IPI), ist 2026 nur einer von mehreren Faktoren für dein Kapazitätslimit.
Key Takeaways
- Kapazität: Amazon vergibt Limits je Lagertyp, berechnet aus Absatzprognose, geplanten Angeboten, Vorlaufzeit, Kapazität der Logistikzentren und IPI.
- IPI: Der Index zählt weiter, aber als ein Faktor. Einen festen öffentlichen Schwellenwert nennt Amazon nicht.
- Schwellen: Mehr als 90 Tage Vorrat gelten als Überbestand, über 22 Wochen Lagerauslastung können einen Aufschlag kosten, ab 241 Tagen Lagerdauer fällt der Aufschlag für Altbestand an.
- Zu wenig kostet auch: Ausverkaufte Artikel bringen keinen Umsatz, im paneuropäischen Versand kostet eine Reichweite unter 28 Tagen eine Gebühr je Einheit.
- Q4: Von Oktober bis Dezember kostet Lagerplatz für Standardgrößen in den meisten Kategorien rund das 1,9-Fache. Plane Kapazität und Abverkauf jetzt.
Alle Zahlen haben wir am 7. Oktober 2026 auf den Hilfeseiten von Amazon Seller Central und auf sell.amazon.de geprüft, sie gelten für amazon.de. Wie sich Verkaufs-, Versand- und Lagergebühren insgesamt zusammensetzen, zeigt unser Überblick zu den Amazon FBA Kosten 2026.
Wie teilt Amazon 2026 FBA-Lagerkapazität zu?
Amazon teilt Lagerplatz über Kapazitätslimits zu, die für jeden Lagertyp einzeln gelten: Standardgröße, Übergröße, Bekleidung, Schuhe und extragroß. In der deutschen Hilfe heißen sie Kapazitätsgrenzen oder Kapazitätsbeschränkungen. In die Berechnung fließen die Prognosen deiner saisonalen Verkaufsmuster, dein Lagerbestandsindex, das historische Verkaufsvolumen, dein neues Sortiment, geplante Angebote, die Kapazität der Logistikzentren und die Versandvorlaufzeit ein (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/GAFNWEYTJUV2GBFC).
Bestätigte Limits stehen in der vierten Woche des Monats vor Beginn des Zeitraums fest und bleiben dann stabil. Geschätzte Limits für spätere Zeiträume können sich mit deinem IPI, deiner Verkaufsleistung und der verfügbaren Kapazität noch ändern. Wichtig für die Planung: Offene Sendungen zählen bereits zu deiner Kapazitätsnutzung, und Aufträge im Multi-Channel-Versand fließen in die Umsatzdaten ein, aus denen Amazon die Limits berechnet (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/GAFNWEYTJUV2GBFC).
Reicht dein Limit nicht, beantragst du im Kapazitätsmanager mehr Platz, aber nur für künftige Zeiträume. Du bietest dafür eine Reservierungsgebühr je Kubikmeter, und Amazon vergibt freie Kapazität beginnend mit der höchsten Gebühr. Abgerechnet wird nach Ablauf des Zeitraums. Für jeden Euro FBA-Umsatz, den du mit der Zusatzkapazität erzielst, bekommst du 0,15 Euro gutgeschrieben, bis zu 100 Prozent der Reservierungsgebühr (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/GM6SJGQDA625AUCJ).
Liegen Bestand und offene Sendungen trotzdem über dem Limit, kannst du für diesen Lagertyp keine neuen Sendungen erstellen (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/GAFNWEYTJUV2GBFC). Eine Überbestandsgebühr berechnet Amazon in Europa seit dem 1. Juli 2024 nicht mehr (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/GV8JEETWV9Q33CMX).
Welche Rolle spielt der IPI 2026 noch?
Der IPI ist 2026 ein Faktor unter mehreren für dein Kapazitätslimit, kein Wert, der allein über deinen Lagerplatz entscheidet. Laut FAQ zum Lagerbestandsindex kannst du mit einem besseren Index deine Kapazitätsbeschränkung anheben. Einen Schwellenwert will Amazon dort jeweils vier bis acht Wochen vor einer neuen Periode mitteilen, einen Zahlenwert veröffentlicht die Seite nicht (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/GZJF4DY2W6MERBAL). Steuere deshalb nicht auf eine Punktzahl hin, sondern auf die Kennzahlen dahinter.
Im Dashboard Lagerbestandshaltung zeigt Amazon dazu vier Kennzahlen (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/G202174810):
- Prozentualer Anteil von Überbestand: Vorrat für mehr als 90 Tage laut Nachfrageprognose.
- Abverkaufsrate von Versand durch Amazon: versendete Einheiten der letzten 90 Tage geteilt durch den durchschnittlichen Bestand im selben Zeitraum.
- Lagerbestand ohne aktive Angebote in Prozent: Anteil deiner FBA-Einheiten, die derzeit nicht kaufbar sind, etwa wegen eines Angebotsproblems.
- Rate der „Versand durch Amazon“-Artikel auf Lager: Anteil der Zeit, in der deine auffüllbaren ASINs in den letzten 30 Tagen vorrätig waren, gewichtet nach den Verkäufen der letzten 60 Tage.
Die letzte Kennzahl fließt laut FAQ nicht direkt in den Index ein. Drei weitere Regeln helfen beim Steuern: Neu erstellte ASINs zählen in den ersten 90 Tagen nicht für den Index, Bestand mit Remissions- oder Liquidationsauftrag fällt sofort heraus, und als nicht auffüllbar eingestufte ASINs schaden dem Index nicht (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/GZJF4DY2W6MERBAL).
Welche Kennzahlen zählen und welche Zielwerte gelten?
Es zählen vor allem Reichweite, Lagerauslastung, Lagerdauer und die Nutzung deines Kapazitätslimits, weil Amazon daran Gebühren oder Kapazität knüpft. Die Tabelle nennt nur Zielwerte und Schwellen, die Amazon selbst veröffentlicht, Stand 7. Oktober 2026. Die Hilfe-IDs führen zu sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/ plus ID.
| Kennzahl | Ziel oder Schwelle laut Amazon | Folge bei Abweichung | Hilfe-ID |
|---|---|---|---|
| Bestandsreichweite | 30 bis 60 Tage erwarteter Verkäufe | mehr Lagerkosten oder Ausverkauf | G202174810 |
| Vorrat je Artikel | höchstens 90 Tage | gilt als Überbestand, belastet den IPI | G202174810 |
| Lagerauslastung je Größenkategorie | höchstens 22 Wochen | möglicher Aufschlag je Kubikmeter | G200612770 |
| Lagerdauer je Einheit | unter 241 Tagen | Aufschlag für Altbestand | G200684750 |
| Nutzung des Kapazitätslimits | nicht über dem Limit je Lagertyp | keine neuen Sendungen für diesen Lagertyp | GAFNWEYTJUV2GBFC |
| Historische Reichweite im paneuropäischen Versand | mindestens 28 Tage | Gebühr je versendeter Einheit | GV43F6S76Y9DHYRH |
| Lagerbestand ohne aktive Angebote | kein Zahlenwert genannt | Umsatzverlust und Lagerkosten | G202174810 |
Die Lagerauslastung misst in Wochen, wie lange dein Bestand beim aktuellen Tempo reicht: durchschnittliches tägliches Lagervolumen der letzten 13 Wochen geteilt durch das durchschnittliche tägliche Versandvolumen derselben Zeit, geteilt durch sieben (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/G200612770). Sie gilt je Größenkategorie für dein ganzes Konto. Wenige langsame, voluminöse Artikel können so eine ganze Kategorie über 22 Wochen heben.
Welche Gebühren drohen bei zu viel Bestand?
Zu viel Bestand kostet dich bis zu drei Gebühren: die monatliche Lagergebühr, den Aufschlag für Lagerauslastung und den Aufschlag für Altbestand; über dem Kapazitätslimit kannst du zudem keine neuen Sendungen erstellen. Die Lagergebühr berechnet Amazon je Kalendermonat auf Basis deines täglichen Durchschnittsvolumens. Seit dem 1. Februar 2026 gelten in Deutschland diese Sätze je Kubikmeter und Monat (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/G200612770, identisch auf sell.amazon.de/preisgestaltung):
| Produktgruppe, kein Gefahrgut | Januar bis September | Oktober bis Dezember |
|---|---|---|
| Standardgröße: Bekleidung und Zubehör, Brillen, Schuhe, Rucksäcke, Handtaschen | 19,99 € | 29,23 € |
| Standardgröße: alle anderen Kategorien | 27,54 € | 52,20 € |
| Übergröße | 21,78 € | 34,49 € |
Den Aufschlag für Lagerauslastung zahlst du nur, wenn alle vier Bedingungen zutreffen: Verkaufstarif Professionell, mehr als 365 Tage seit deiner ersten Sendung an ein Logistikzentrum, mindestens 0,71 Kubikmeter durchschnittliches Tagesvolumen in der Größenkategorie und eine Lagerauslastung über 22 Wochen. Er kommt zur Grundgebühr hinzu und liegt in der Standardgröße zwischen 14,85 Euro je Kubikmeter (mehr als 22 bis 28 Wochen) und 76,87 Euro (mehr als 52 Wochen), in der Übergröße zwischen 4,29 und 23,10 Euro, das ganze Jahr gleich (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/G200612770). Greift er bei 30 Wochen, zahlst du in der Standardgröße von Januar bis September 27,54 plus 27,05 Euro je Kubikmeter, fast das Doppelte.
Der Aufschlag für Altbestand gilt für Einheiten, die 241 Tage oder länger in Logistikzentren liegen. Amazon prüft am 15. jedes Monats und berechnet für Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/G200684750):
| Lagerdauer | Aufschlag pro Monat |
|---|---|
| 241 bis 270 Tage | 47,99 € je m³ |
| 271 bis 300 Tage | 125,16 € je m³ |
| 301 bis 330 Tage | 129,92 € je m³ |
| 331 bis 365 Tage | 135,98 € je m³ |
| 366 bis 455 Tage | 227,63 € je m³ oder 0,20 € je Einheit, der höhere Wert zählt |
| mehr als 455 Tage | 261,97 € je m³ oder 0,25 € je Einheit, der höhere Wert zählt |
Für Bekleidung und Accessoires, Schuhe, Koffer, Rucksäcke und Taschen, Reisegepäck, Schmuck und Uhren nennt Amazon Ausnahmen. Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Maßen: Ein Artikel in Standardgröße, keine Bekleidung, mit 20 mal 10 mal 10 Zentimetern belegt 0,002 Kubikmeter und kostet von Januar bis September rund 0,06 Euro Lagergebühr im Monat. Ab Tag 241 kommen rund 0,10 Euro Aufschlag dazu, ab Tag 366 rund 0,46 Euro, gut das Achtfache der Lagergebühr.
Was kostet zu wenig Bestand?
Zu wenig Bestand kostet vor allem Umsatz, denn ein ausverkaufter Artikel verkauft nichts, bis Nachschub eingelagert ist. Im paneuropäischen Versand kommt eine Gebühr dazu: die Gebühr zur Kostendeckung bei niedrigem Lagerbestand für Produkte in Standardgröße, die in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien versendet werden. Sie fällt an, wenn die historische Lagerreichweite, also durchschnittlicher täglicher Bestand geteilt durch durchschnittlich täglich versendete Einheiten, sowohl im 90-Tage- als auch im 30-Tage-Zeitraum unter 28 Tagen liegt. Für einen Standardumschlag kostet das je versendeter Einheit 0,18 Euro bei 21 bis unter 28 Tagen, 0,25 Euro bei 14 bis unter 21 Tagen und 0,41 Euro darunter (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/GV43F6S76Y9DHYRH).
Ausgenommen sind unter anderem Produkte mit weniger als 20 verkauften Einheiten in sieben Tagen, neue Artikel in den ersten 180 Tagen und neue Verkäufer im paneuropäischen Programm in den ersten 365 Tagen (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/GA3XR2UXRH38SVMN). Der Korridor von 30 bis 60 Tagen hält dich über dieser Schwelle und zugleich unter der 90-Tage-Grenze für Überbestand.
Wie planst du Reichweite und Nachschub?
Plane Bestand je ASIN vom Absatz her: Bestelle nach, sobald die Reichweite unter Wiederbeschaffungszeit plus Sicherheitspuffer fällt, und bestelle so viel, dass du nach dem Wareneingang wieder im Korridor von 30 bis 60 Tagen landest. Drei Formeln reichen:
- Reichweite in Tagen: Bestand im Lager plus Bestand in Anlieferung, geteilt durch den durchschnittlichen Tagesabsatz.
- Bestellpunkt: Tagesabsatz mal (Wiederbeschaffungszeit plus Sicherheitspuffer in Tagen).
- Bestellmenge: Tagesabsatz mal Zielreichweite, minus dem Restbestand, der beim Wareneingang noch da ist.
Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: 20 Einheiten Tagesabsatz, 45 Tage für Produktion, Transport und Einlagerung, 14 Tage Puffer. Der Bestellpunkt liegt bei 20 mal 59, also 1.180 Einheiten. Beim Wareneingang sind noch rund 280 Einheiten übrig, für 60 Tage Zielreichweite (1.200 Einheiten) bestellst du also rund 920 nach.
Als Startpunkt dient die Seite Lagerbestand auffüllen im Seller Central. Gleiche ihre Vorschläge mit deinen Zahlen ab, vor allem vor Aktionen und Saisonspitzen, und stufe auslaufende Artikel als nicht auffüllbar ein.
Wöchentliche Checkliste:
- Kapazitätsnutzung je Lagertyp gegen das bestätigte Limit prüfen, ungenutzte offene Sendungen stornieren.
- ASINs unter dem Bestellpunkt nachbestellen, ASINs mit mehr als 90 Tagen Vorrat markieren.
- Lagerauslastung je Größenkategorie gegen 22 Wochen prüfen.
- Einheiten nahe 241 Tagen Lagerdauer abverkaufen oder entfernen.
- Lagerbestand ohne aktive Angebote klären.
- Geplante Angebote früh eintragen, weil sie in die Limitberechnung einfließen.
Bestandsplanung wirkt nur zusammen mit Werbung und Preisen: Wer Werbung für einen Artikel hochfährt, dessen Bestand nicht reicht, beschleunigt nur den Ausverkauf. Als Amazon Full-Service-Agentur planen wir Bestand, Kampagnen und Aktionen deshalb in einem Kalender.
Wie bereitest du Q4 2026 vor?
Bereite Q4 vor, indem du Kapazität sicherst, Mengen gegen die höheren Saisongebühren rechnest und den Abverkauf bis ins Frühjahr planst. Von Oktober bis Dezember steigt die Lagergebühr für Standardgrößen in den meisten Kategorien von 27,54 auf 52,20 Euro je Kubikmeter, auf rund das 1,9-Fache (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/G200612770). Für FBA-Bestellungen, die vom 15. Oktober 2026 bis 14. Januar 2027 an Kunden in Deutschland geliefert werden, gilt außerdem eine eigene Versandgebühr zum Verkaufspeak (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/GJ7N4DN3ZZBK4UC7).
Das bestätigte Limit eines Zeitraums steht in der vierten Woche des Vormonats fest, Zusatzkapazität beantragst du nur für künftige Zeiträume (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/GAFNWEYTJUV2GBFC). Trage Deals für Black Friday und Cyber Monday deshalb früh ein, denn geplante Angebote fließen in die Limitberechnung ein. Anliefer- und Einreichungsfristen stehen in unserer Black-Friday-Checkliste 2026.
Rechne auch das Ende mit: Ware, die Mitte Oktober 2026 eingeht und bis Mitte Juni 2027 nicht verkauft ist, erreicht 241 Tage Lagerdauer und fällt in den Aufschlag für Altbestand. Plane Q4-Mengen so, dass Restbestand im ersten Quartal abfließt.
Was tust du bei Überbestand?
Bei Überbestand vergleichst du zuerst, was Abwarten kostet, also Lagergebühren und Aufschläge bis zum erwarteten Abverkauf, mit den Kosten jeder Maßnahme. Dann gehst du diese Hebel der Reihe nach durch:
- Abverkauf beschleunigen: Amazon nennt für Überbestand unter anderem, das Angebot zu überarbeiten, es zu bewerben und ein Sonderangebot mit vorübergehender Preissenkung zu erstellen (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/G201634510). Formate und Kosten erklärt unser Guide zu Deals, Coupons und Promotions.
- Amazon Outlet: Laut Amazon kann das Outlet den Abverkauf steigern und den Cashflow verbessern (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/GAFNWEYTJUV2GBFC).
- Liquidation: Amazon lässt den Bestand über einen Anbieter liquidieren. Du zahlst 15 Prozent Verkaufsgebühr plus eine Bearbeitungsgebühr nach Größe und Gewicht, der Netto-Erlös wird innerhalb von etwa 60 Tagen nach Abschluss gutgeschrieben. Gefahrgut und zurückgerufener Bestand sind ausgeschlossen (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/G2RQ9CA5Q83F8N7X).
- Remission: Die Rücksendung an dich kostet je Einheit ab 0,50 Euro (Standardgröße bis 200 Gramm), die Entsorgung ab 0,74 Euro. Seit dem 1. Mai 2026 fällt die Gebühr an, wenn die einzelne Einheit entfernt wird (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/G200685050). Mit dem Remissionsauftrag zählt der Bestand nach einer Weile nicht mehr für den IPI.
- Eigenversand oder Spende: Langsamdreher kannst du aus FBA nehmen und selbst versenden. Wann sich das rechnet, zeigt unser Vergleich FBA vs. FBM. Berechtigte Ware ohne Absatzchance kannst du über Amazon entsorgen lassen. Spenden an ausgewählte wohltätige Organisationen sind laut Amazon nur für Bestand in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien möglich, nicht für Bestand in Deutschland (Quelle: Amazon Seller Central Hilfe, sellercentral.amazon.de/help/hub/reference/external/G200685050).
The Marketplace Guys mit Sitz in Bielefeld wurde 2022 von Alexander Schnelle und Bhavesh Tailor gegründet und ist Amazon Ads Partner. Wir haben über 45 Millionen Euro Marketplace-Umsatzvolumen betreut und mehr als 15 Consumer-Brands skaliert. Wie wir Bestand, Werbung und Listings zusammen steuern, steht auf der Seite Amazon Full-Service-Agentur. Wenn du deine Kapazitäts- und Q4-Planung lieber gemeinsam durchgehen willst, sprich uns an. Wir sagen dir auch, wenn dein Engpass nicht der Lagerplatz ist, sondern der Abverkauf.
Häufige Fragen
Ist der IPI-Score 2026 noch wichtig?
Ja, aber als ein Faktor unter mehreren. Amazon berücksichtigt den Lagerbestandsindex bei den Kapazitätslimits zusammen mit saisonalen Absatzprognosen, historischem Verkaufsvolumen, neuem Sortiment, geplanten Angeboten, Versandvorlaufzeit und Kapazität der Logistikzentren. Ein besserer Index kann dein Limit anheben. Einen festen öffentlichen Schwellenwert nennen die aktuellen Hilfeseiten nicht.
Wie viel Bestand sollte ich bei Amazon FBA einlagern?
Amazon empfiehlt Bestand für 30 bis 60 Tage erwarteter Verkäufe. Reicht der Vorrat laut Prognose länger als 90 Tage, gilt er als Überbestand. Bei einer Lagerauslastung über 22 Wochen kann zudem ein Aufschlag je Kubikmeter fällig werden. Plane deshalb je ASIN mit Wiederbeschaffungszeit plus Puffer und bestelle nach, sobald der Bestellpunkt erreicht ist.
Was passiert, wenn ich mein Kapazitätslimit überschreite?
Liegen Bestand und offene Sendungen über dem Limit, kannst du für diesen Lagertyp keine neuen Sendungen erstellen. Eine Überbestandsgebühr berechnet Amazon in Europa seit dem 1. Juli 2024 nicht mehr. Mehr Platz beantragst du im Kapazitätsmanager für künftige Zeiträume über eine Reservierungsgebühr, die Gutschriften aus dem FBA-Umsatz bis zu 100 Prozent ausgleichen können.
Ab wann fallen bei Amazon Gebühren für Altbestand an?
Ab 241 Tagen im Logistikzentrum berechnet Amazon monatlich einen Aufschlag für Altbestand, Stichtag ist der 15. jedes Monats. In Deutschland beginnt er bei 47,99 Euro je Kubikmeter und steigt nach mehr als 455 Tagen auf 261,97 Euro je Kubikmeter oder 0,25 Euro je Einheit, je nachdem, welcher Wert höher ist. Für einige Kategorien gelten Ausnahmen.
